TROYKA™ by Burgstuben Residenz

Was dich nicht umbringt, macht dich stärker…

An meine Schulzeit erinnere ich mich mit gemischten Gefühlen zurück. Mir wurde von vielen Lehrern vorausgesagt, dass aus mir nie etwas werden würde. Sätze, die sich tief in mir eingebrannt haben. Was mir zunächst als ein unüberwindbares Hindernis erschien, wandelte ich in mein persönliches Überholmanöver um. Scheitern kam für mich nämlich nicht in Frage. Als Hauptschüler mit einer Rechtschreibschwäche holte ich Schritt für Schritt die versäumten Schulabschlüsse nach und startete meine Lehre zum Restaurantfachmann im Restaurant „Weidenhof“, einem kroatischen Restaurant in Heinsberg.

Hier lernte ich Marcel Kokot zum ersten Mal kennen. Er war als Spüler in der Küche angestellt und mit seinen 12 Jahren war er wie ein kleiner Bruder für mich. Schnell merkte ich, dass mich die Doppelbelastung von Schule und Arbeit nicht auslastete. Bald schon schmiss ich den Service im Alleingang und spürte dabei tief in mir, dass ich noch nicht am Ende meines Weges angekommen war. Mein Ziel war es alles über gutes Essen, gute Weine und den perfekten Service zu lernen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit mich weiterzuentwickeln wurde ich auf ein Sternerestaurant aufmerksam: Das „St. Jacques“ in Heinsberg-Randerath, wo ich Alexander Wulf zum ersten Mal kennenlernte.

Mit Abschluss meiner Lehre als Restaurantfachmann, war meine Leidenschaft für die Welt der Weine geweckt. Ich wollte nicht mehr nur im Service arbeiten. Ich wollte mich ganz und gar der Aromenwelt von Rebsorten, der Herkunft von Weinen, der Vielfalt an Weinsorten und ihrer Harmonie zu diversen Gerichten widmen. So brach ich nach einer ersten Station im niederländischen Sternerestaurant „Château St. Gerlach“ nach Australien auf. Dort durfte ich in den besten Restaurants Sydneys, wie das „Quay“, Erfahrungen als Sommelier sammeln und Hollywood-Stars, wie Hugh Jackman, Nicole Kidman und Russell Crowe begrüßen.

2010 kontaktierte mich Alexander Wulf und so kehrte ich zurück nach Heinsberg, um als Sommelier im „St. Jacques“ zu arbeiten. In dieser Zeit festigte sich meine Freundschaft zu Alexander Wulf soweit, dass wir zu besten Freunden wurden. Nebenbei absolvierte ich in der „Deutsche Wein- & Sommelierschule“ in Koblenz mein Sommelier Studium und war von nun an IHK Geprüfter Sommelier. Mit dem Abschluss in der Tasche war es für mich wieder an der Zeit loszuziehen. Ich wollte als Sommelier nun Erfahrungen in höher besternten Restaurants sammeln.

Zunächst entschied ich mich für das Gourmetrestaurant „Zur alten Post“ (**) von Stefan Steinheuer in Heppingen im Ahrtal. Dort arbeitete ich mit Sebastian Bordhäuser zusammen, der für mich bis heute zu einem der besten Sommeliers Deutschlands gehört. Ein Jahr später zog es mich und Marcel Kokot, der bereits in Heppingen mit mir gearbeitet hatte, weiter zu „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ an die Mosel.
Der Wissensdurst trieb mich dabei immer weiter an. Ich wollte mein Know-how mit immer neuen Erfahrungen anreichern und immer weiter perfektionieren.

Als mich 2016 Alexander Wulf eines Tages anrief und sagte: „Ronny, wir haben die Chance das St. Jacques nach unseren Ideen zu leiten, weil Rainer Hensen sich aus dem stressigen Sternekochleben zurückziehen will“, musste ich nicht lange überlegen. Die Chance mit meinem besten Freund das Restaurant zu übernehmen war zu verlockend.

Wir hatten eine eigene Vision, wie Sternegastronomie in unseren Augen zu sein hatte – ungezwungen, entspannt und locker. Nach diesen Grundsätzen setzten wir unsere Ideen in die Tat um. Aus dem „St. Jacques“ wurde die „Burgstubenresidenz“. Lange weiße Tischdecken verschwanden genau so schnell wie das teure Tafelsilber. Wir lenkten unseren Fokus mehr auf das, was für uns wirklich zählte: Die Qualität in einem ausgefeilten Menü, die Harmonie zwischen Gast, Service und Location sowie das Zusammenspiel von Getränken und Gerichten.

Ende 2018 holten wir Marcel als zweiten Küchenchef neben Alexander zu uns ins Restaurant. Als Team wurden wir 2018 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, den wir in den Folgejahren erfolgreich verteidigen konnten. Während der letzten Jahre entwickelten wir unsere eigene Stilistik. Wir integrierten die russischen Wurzeln und Alexanders Backround in einen neuen kreativen Küchenstil. Doch je mehr wir unserer Kreativität freien Lauf ließen, desto stärker wurde unser Bedürfnis uns von dem immerwährenden Schleier des ehemaligen „St. Jacques“ und der damit verbundenen klassischen französischen Küche, die über unserer „Burgstubenresidenz“ schwebte, zu lösen. Wir wollten einen neuen Weg einschlagen und dafür mussten wir uns von unserem Standort trennen.

TROYKA war geboren.

Eine Zukunft für Alexander, Marcel und mir als beste Freunde und Unternehmer. Eine Zukunft, in der wir mit einem modernen Konzept und mit dem Bau eines eigenen Restaurants uns und unsere Träume an einem neuen Standort verwirklichen können.

Ab März 2021 kannst Du in unserem Interimsrestaurant "Troyka @ Küchenstudio Hahn" Dein Genusserlebnis reservieren.
Alle Infos zu den Corona Bedingungen findest Du stets auf unserer Webseite oder per Newsletter.

Wir freuen uns auf Dich!